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Swiss Plastics geht voll Elan ins neue Verbandsjahr

(19.06.2017) Die Mitgliederversammlung des Verbands Swiss Plastics, die erstmals von Silvio Ponti präsidiert wurde, fand am 13. Juni in den Räumlichkeiten des KATZ in Aarau statt, passend zum Schwerpunktthema Aus- und Weiterbildung.


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Das Kunststoff-Ausbildungs- und Technologie-Zentrum (KATZ) als Austragungsort zu wählen unterstreicht die Wichtigkeit, die der Verband dem Thema Aus- und Weiterbildung beimisst.


Weitere Schwerpunkte im Verbandsprogramm sind Nachhaltigkeit und ein Aufgabenkatalog der klar definiert, wie die Geschäftsstelle zum Wohle der Mitglieder optimal eingesetzt wird.

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Ponti stellt klar, dass die Geschäftsstelle den Karren ziehen und deshalb auch die Kapazität ausgebaut werden muss. Dies erfolgt vor allem durch eine verstärkte Zusammenarbeit zum Beispiel mit dem Wirtschaftsverband scienceindustries und Swissmechanic, aber auch mit dem Swiss Plastics Cluster. „Der persönliche Kontakt ist das Öl im Getriebe und durch nichts zu ersetzen“, so der Präsident.


In der Aus- und Weiterbildung sieht das Konzept 2017 bis 2019 vor, die Anzahl Lehrverhältnisse und Lehrbetriebe zu erhöhen. Für Ponti ernüchternd ist die Tatsache, dass per Ende 2016 den insgesamt 95 Lehrverträgen mit angehenden Kunststofftechnologen, 1600 Verträge für die Lehre zum Polymechaniker gegenüberstehen. Fünf geplante und zum Teil bereits aufgegleiste Massnahmen sollen Bewegung in die seit Jahren dümpelnde Situation bringen. Ein wichtiges Instrument, junge Leute für den Beruf Kunststofftechnologe zu interessieren, sind Berufsmessen. Bereits 2017 engagiert sich der Verband – zusätzlich zu den bisherigen Auftritten an den Messen OBA in St. Gallen und Zebi in Luzern – an der IB Live in Solothurn, der BAM in Bern und der AB 17 in Wettingen, informierte Geschäftsführer Kurt Röschli.


Weitere Instrumente, den Beruf Kunststofftechnologe bekannter zu machen, sind Events an Schulen und die Unterstützung der Oberstufenlehrer durch Schulungsunterlagen; auch das Personal von Berufsinformationszentren (BIZ) muss besser informiert sein. Dies soll in Fortbildungskursen am KATZ und in der BlueFactory in Freiburg geschehen. Die vierte Massnahme zielt in Richtung Öffentlichkeit. Junge Leute und besonders auch Eltern sollen an einem „Tag der offenen Tür“ Gelegenheit haben, in Betrieben, am KATZ und an Fachhochschulen sich umzusehen. Und schliesslich sollen Informationen auf dem Infonet des Verbands für die nötige Aktualität sorgen. „Eine Umsetzung dieser Zielsetzung ist aber nur möglich, wenn sich die Betriebe aktiv engagieren, Schulen und Institute mitmachen und die Mitglieder die online Plattform, das Infonet, nutzen“, appelliert Jürg Lüthi, Verantwortlicher für das Ressort Aus- und Weiterbildung, an die Zuhörer.

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Im Gastreferat sprach Dr. Michel Monteil Chef der Abteilung Abfall + Rohstoffe vom BAFU (Bundesamt für Umwelt) über das Image von Kunststoff aus der Sicht des Bundesamts. Auch die Problematik von ‚Litter’ nahm er auf. Nicht der Kunststoff sei das Problem, sondern wie man damit umgehe, so sein Statement. Er appellierte entsprechend an die Verantwortung der gesamten Kunststoffindustrie, die Nachhaltigkeit auch vernünftig zu leben. Zudem stellte Monteil das Abfallrecht in der Schweiz vor und die Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA), die seit anfangs 2016 in Kraft ist.


Anhand des Recyclings von Metallen, zeigte er auf, wie wichtig es ist, dort zu handeln, wo man auch einen sichtbaren Effekt erzielt. So verursachen sechs Metalle, von insgesamt 28, allein 90% der Umweltbelastung. Die Empfehlungen des BAFU zur Verwertung von Kunststoffabfällen aus Haushalten sind klar: Der Konsument soll nur sammeln, wenn es sich mengenmässig und vom Verschmutzungsgrad her lohnt.


Die nächste Mitgliederversammlung findet am 5. Juli 2018 an der Berufsschule Aarau statt. Im Rahmen dieses Anlasses erfolgt auch die Diplomübergabe KT, EFZ/KV, EBA.


(mf)


www.swiss-plastics.ch


Bilder: Marianne Flury


Gute Stimmung, angeregte Gespräche

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11_-Kurt-Röschli,-Geschäfts


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