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Bundesrat lobt PET-Sammelsystem

(27.11.2019) Der Bundesrat will dem freiwillige Sammelsystem weiterhin möglichst viel Spielraum lassen und aktuell keine regulierenden Massnahmen ergreifen, um das PET-Recycling zu schützen. Diese Haltung begrüsst PET-Recycling Schweiz ausdrücklich.


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Handlungsbedarf sieht der Verein hingegen bei den Anbietern von neuen Sammelangeboten, wie gemischten Kunststoffsammlungen oder Recycling-Abos. «Die Einhaltung der gesetzlichen Meldepflichten und die Beteiligung an Kommunikationsmassnahmen zur Reduktion der Fremdstoffbelastungen sind berechtigte Forderungen, die von den Anbietern bis heute nicht vollständig eingehalten werden», sagt Jean-Claude Würmli, Geschäftsführer von PET-Recycling Schweiz. Das führt dazu, dass weiterhin PET-Getränkeflaschen in andere Sammlungen gelangen. Aufgrund der strengen Hygienevorschriften dürfen diese Flaschen nicht für den geschlossenen Flaschenkreislauf verwendet werden, was den Umweltnutzen des PET-Recyclings schmälert. Die Nichteinhaltung der Meldepflichten (gemäss VGV Art. 19) führt ausserdem dazu, dass die Verwertungsquote der PET-Sammlung tiefer ausfällt, als sie in Wirklichkeit ist.


Das freiwillige Sammelsystem von PET-Recycling Schweiz zeichnet sich dadurch aus, dass alle Akteure der Getränkeindustrie darin vertreten sind. Die enge Kooperation von Herstellern, Abfüllern, Importeuren, Sammlern, Sortierern und Verwertern fördert die Innovation und schafft damit einen hohen Umweltnutzen bei tiefen Kosten. So ist die Schweiz das erste Land, das den PET-Flaschenkreislauf schliessen konnte. «Die Separatsammlung von PET-Getränkeflaschen ist mit einer stofflichen Verwertungsquote von über 80 Prozent seit Jahren ein Erfolg», bestätigt auch der Bundesrat. Das System ist perfekt auf die Situation in der Schweiz abgestimmt und wird laufend an die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten angepasst.


www.petrecycling.ch



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