logo_gross_beschnitten

Die Fachzeitschrift für Werkstoffe –
Verarbeitung – Anwendung

KraussMaffei streicht 430 Arbeitsplätze in Deutschland

(11.02.2020) Die KraussMaffei-Gruppe plant, über die nächsten drei Jahre 430 Stellen in Deutschland zu streichen. Ende 2019 beschäftigte das Unternehmen insgesamt 5461 Mitarbeiter, inklusive 327 Azubi.


1-KraussMaffei

Bis Ende 2020 sollen in Deutschland rund 330 Stellen abgebaut werden, 100 weitere in den Jahren 2021 und 2022, das bestätigt auf Anfrage Uli Pecher, Leiter Unternehmenskommunikation. Dazu kommen 80 Stellen weltweit, die abgebaut werden. «In dieser Zahl ist die natürliche Fluktuation inbegriffen. Mit dem Betriebsrat wurde ein Freiwilligenprogramm aufgelegt, Altersteilzeitlösungen erarbeitet, ein Sozialplan erstellt, so dass nach Möglichkeit keinerlei betriebsbedingte Entlassungen erfolgen werden», so Pecher.


Nicht betroffen von diesen Abgängen ist die KraussMaffei HighPerformance AG (vormals Netstal). Diese beschäftigt weltweit 420 Personen, davon 387 in der Schweiz.

2-KruassMaffei,-Werk-in-All

Der KraussMaffei-Standort in Allach hat schon bald ausgedient.



Als Grund für den Personalabbau gibt das Unternehmen insbesondere die Umwälzungen in der Automobilindustrie an. Darüber hinaus habe der Handelsstreit zwischen China und den USA sowie Brexit und die Diskussionen rund um Kunststoff zu einem Rückgang bei den Aufträgen und Verkaufserlösen geführt.


«Gleichzeitig aber halten wir an den geplanten Investitionen fest», betont Pecher. Geplant und gebaut werden derzeit drei neue Werke in Deutschland und ein Werk in China. In Deutschland sind dies Parsdorf in der Gemeinde Vaterstetten bei München (neuer Standort anstelle von München Allach), Hannover Laatzen (Sitz für die Extrusion) und Einbeck (für die Tochterfirma Burgsmüller). «Das Werk in Einbeck wird dieses Jahr bezogen, Parsdorf bereits in 2023 und nicht wie früher geplant gestaffelt bis 2027», informiert Pecher. Das 4. Werk wird in den nächsten Wochen in China bezogen (sofern es die Verhältnisse mit dem Coronavirus zulassen). Auch hier findet ein Standortwechsel statt, von Haiyan nach Jiaxing.

3-Maschinenbauhersteller-Kr

Der Geschäftsbereich Extrusion von KraussMaffei zieht von Hannover nach Laatzen um.


Über die Höhe der Investition werden keine Angaben gemacht. Sicher ist aber, dass es um eine der grössten Investitionen in der gesamten Unternehmensgeschichte von KraussMaffei geht.


www.kraussmaffei.com


(Bilder: KraussMaffei)

Zurück