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Neue Spritzgiesstechnik hält Einzug ins Technikum von Günther

(20.03.2020) Günther Heisskanaltechnik hat den Technikumsbereich umgebaut und mit neuen Spritzgiessmaschinen ausgestattet.


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Das Technikum-Team nach der Schulung an den neuen Spritzgiessmaschinen von Arburg. (Bild: Günther)



Das Image, das Günther heute im Markt hat, begründet sich wesentlich auf die Innovations- und Problemlösungsfähigkeit der Frankenberger Spezialisten. Dabei kommt dem Spritzgiesstechnikum eine grosse Bedeutung zu, denn es spielt bei der Entwicklung von neuen Lösungen rund um die Heisskanaltechnik eine gewichtige Rolle, aber auch bei der Optimierung von Spritzgiessprozessen, zur Untersuchung von Energieeinsparpotenzialen oder bei der Erstabmusterung von Kundenwerkzeugen. Des Weiteren kommen die Spritzgiessmaschinen auch für Schulungen und Workshops für die kunststoffverarbeitende Industrie zum Einsatz.


„In unserem hauseigenen Spritzgusszentrum führen wir Materialtests mit Versuchs- und Kundenwerkzeugen unter Produktionsbedingungen durch. Wir überprüfen und dokumentieren die Verarbeitbarkeit diverser Kunststoffe und sorgen bei Bedarf für Optimierungen. So stellen wir eine präzise und wirtschaftliche Lösung für unsere Kunden sicher“, erklärt Siegrid Sommer, Geschäftsführerin bei Günther. „Wir bewegen uns in einer der innovativsten Branchen mit starken Wachstumstendenzen. Heute gibt es ein Multiversum an unterschiedlichen Kunststoffen für viele Zwecke und die Technologieentwicklung in der Kunststoffindustrie geht ungebremst weiter. Täglich eröffnen neue Innovationen ungeahnte Möglichkeiten der Produktherstellung und da müssen wir mit unserem Maschinenpark und auch bei der Software immer auf dem neuesten Stand der Technik sein.“


Zum einen wurde ein Arburg Allrounder 370A mit einer Schliesskraft von 600 kN und einer Spritzeinheit 100 (nach Euromap) für die Verarbeitung von Thermoplast installiert. Die Spritzgiessmaschine wurde mit einer Funktionserweiterung für die Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR) ausgestattet und ist somit für die Verarbeitung von LSR vorbereitet. Als zweite Spritzgiessmaschine wurde ein Allrounder 520A mit einer Schliesskraft von 1500 kN und einer Spritzeinheit 400 (nach Euromap) in Betrieb genommen. Die Spritzgiessmaschinen-Reihe der elektrischen Hochleistungsbaureihe A (Alldrive) zeichnet sich durch modulare Antriebstechnologie aus: Die Hauptachsen – „Werkzeug öffnen und schliessen“, „Einspritzen“ und „Dosieren“ – sind serienmässig mit elektrischen Antrieben ausgestattet und die Maschinen spielen ihre Vorteile auch hinsichtlich Energieeffizienz, kurzer Trockenlaufzeiten und hoher Reproduzierbarkeit aus. Für Leistungsstärke und schnelle Zyklen sorgt der doppelte 5-Punkt-Kniehebel. Die Spritzgussmaschinen enthalten diverse Schnittstellen, unter anderem auch nach OPC-UA. Die Schnittstelle zur externen Nachdruckumschaltung in Verbindung mit Kistler ComoNeo war Günther besonders wichtig. Das Prozessüberwachungssystem ComoNeo überwacht und bewertet die Qualität des Spritzgussteils anhand des Werkzeuginnendruck-Verlaufs und kann dafür sorgen, dass unvollständige Formfüllungen, sogenannte „Short Shots“, gar nicht erst entstehen. Mithilfe definierter Bewertungselemente, sogenannter Evaluation Objects (EOs), analysiert das System die qualitätsrelevanten Abschnitte der Messkurven.


„Durch die neueste Spritzgiessmaschinen-Technologie können wir auch weiterhin neue Impulse und Ideen aus unserer Entwicklung in die industrielle Anwendung überführen“, stellt Diplom-Ingenieur Jörg Essinger, Leiter Anwendungstechnik und Service, die Bedeutung der Investition in den Maschinenpark des Technikums nochmals heraus.


www.guenther-heisskanal.de

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