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Verarbeitung – Anwendung

Polymerpreise

Die aktuellen Polymerpreise - bereitgestellt von KI - Kunststoff Information

 

 

"KI - Kunststoff Information" ist seit 1971 eine der erfolgreichsten Informationsquellen für die europäische Kunststoffindustrie. Mit einem einzigartigen Netzwerk aus Produzenten, Distributeuren/Händlern und Verarbeitern hat KI engen Kontakt zu vielen Hundert Marktteilnehmern, um Preis- und Marktdaten zu ermitteln. Auf dieser Basis informiert KI regelmässig mehr als 5.000 europäische Kunden über aktuelle Kunststoffpreise, Kapazitäten und Marktlagen sowie Preistrends.

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Standard-Thermoplaste Januar 2019: PE sinkt mit dem Vorprodukt Ethylen / PP-Produzenten realisieren Margengewinne / Ruhiger PVC-Markt / Styrolkunststoffe und PET weiter abwärts / Festigungen im Februar

Die Preisverhandlungen im europäischen Polyethylen-Markt bewegten sich im Januar meist um die Marke der Kostensenkung der Ethylen-Referenz. Gelegentlich gelangen den Anbietern Teileinbehalte, wohingegen sie bei importanfälligen Qualitäten auch etwas mehr zugestehen mussten. Vor allem in der ersten Monatshälfte lag dies häufig an einer verhaltenen Nachfrage. Diese stabilisierte sich jedoch zunehmend.

Eine letztlich doch überraschend rege Nachfrage erlaubte den PP-Produzenten dagegen eine Margenverbesserung. Die Senkung der Kostenreferenz wurde meist nur gut zur Hälfte weitergegeben. Der spürbare Nachfrageschub resultierte weniger aus dem Bedarf der Endmärkte als vielmehr auf Lagerfüllungen. Diese wurden durch Meldungen über neue Produktionsprobleme an europäischen Standorten sowie Unsicherheiten rund um den Brexit angeschoben.

Am PVC-Markt wurden die meisten Abschlüsse mit moderaten Abschlägen fixiert. Großabnehmer konnten die Dimension der hälftigen Ethylen-Referenz in der Regel erzielen. Die Produktion hat sich wieder stabilisiert. Von der Ordertätigkeit zeigte sich vor allem das Profilsegment angenehm überrascht.

Die Talfahrt der Notierungen für Styrolkunststoffe steuert derweil ihrem Ende entgegen. Analog zum leichten Rückgang der SM-Referenz verzeichneten PS und EPS nur noch leichte Abschläge. Nach dem Jahreswechsel nutzten viele Verarbeiter das günstige Preisniveau, um Lagerbestände wieder aufzufüllen. Bei PS wurden die Orderbücher teils schon zur Monatsmitte geschlossen. Entsprechend fielen die Reduktionen dort niedriger aus als bei EPS.

Eine Wende gab es am PET-Markt zum Jahresauftakt nicht. Der Abwärtstrend setzte sich fort, wenngleich moderater als im Vormonat. Die PX-Referenz fiel den vierten Monat in Folge. Die Ausfälle in der europäischen Produktion machen sich kaum bemerkbar, da ausreichend Importmaterial verfügbar ist. Die Nachfrage zeigte sich saisonal weiter schwach.

Die Ethylen-Referenz für Februar wurde unverändert zum Vormonat fixiert. Viele PE-Marktsegmente wirken unaufgeregt ausbalanciert, sodass weit überwiegend vom Rollover ausgegangen werden kann. Nur hier und da könnten Sonderbedingungen für leichte Abweichungen sorgen.

Die Propylen-Referenz stagniert ebenfalls. Die PP-Produzenten werden angesichts der eng tendierenden Marktlage versuchen, Anhebungen durchzusetzen. Das könnte in moderatem Rahmen gelingen.

Bei PVC stehen die Vorzeichen angesichts der neutralen Kostenvorgabe und der ausgeglichenen Marktlage auf Rollover im Februar.

Die SM-Referenz wurde leicht angehoben. Im Windschatten dürften die Notierungen bei PS und EPS nach oben tendieren. Allerdings dürfte der Anstieg nicht gewaltig ausfallen. Moderate Preisniveaus bieten gute Kaufgelegenheiten.

Bei PET scheint sich etwas zu stabilisieren. Der jüngste Umschwung beim Öl, steigende PX-Spotpreise und festere asiatische Märkte dürften den europäischen Markt stützen. Die Nachfrage wird vermutlich saisonüblich gering ausfallen.

Technische Thermoplaste Januar 2019: Anbieter halten Notierungen weitgehend stabil / Nachfragelage aus dem Automobilsektor wird kritischer / Preisdruck nimmt im Februar weiter zu

Im Januar 2019 zeigte sich der Markt der technischen Thermoplaste in Europa in weiten Bereichen unentschlossen. Die Nachfrageflaute aus dem Automobilsektor hielt an. Die ohnehin gedämpften Hoffnungen auf ein Anspringen des wichtigsten Antriebs für technische Kunststoffe wurden herbe enttäuscht. Insofern ist die weitgehende Stabilität der Notierungen als guter Erfolg der Anbieter zu werten. Bei PBT kam es sogar nochmals zu Anhebungen, wesentlich aber vor dem Hintergrund von Schwächen in Asien. PMMA hingegen ist nach zweijährigem Höhenflug nun endgültig in den Sinkflug übergegangen. Die commoditynahen Stoffe ABS und PP-Compounds trippelten ihren sinkenden Vorproduktvorgaben hinterher.

Da die Lage im Automobilbau aktuell kaum Anzeichen einer baldigen Besserung zeigt – viele haben ihre Hoffnung bereits auf den Herbst des Jahres verschoben –, dürfte der Druck auf die Preise für technische Kunststoffe im Februar weiter zunehmen. Dies dürfte sich dann auch in der einen oder anderen Preisrücknahme niederschlagen. Ausnahmen bleiben vorerst PA 6.6 sowie mit Einschränkungen PBT.