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Polymerpreise

Die aktuellen Polymerpreise - bereitgestellt von KI - Kunststoff Information

 

 

"KI - Kunststoff Information" ist seit 1971 eine der erfolgreichsten Informationsquellen für die europäische Kunststoffindustrie. Mit einem einzigartigen Netzwerk aus Produzenten, Distributeuren/Händlern und Verarbeitern hat KI engen Kontakt zu vielen Hundert Marktteilnehmern, um Preis- und Marktdaten zu ermitteln. Auf dieser Basis informiert KI regelmässig mehr als 5.000 europäische Kunden über aktuelle Kunststoffpreise, Kapazitäten und Marktlagen sowie Preistrends.

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Standard-Thermoplaste August 2019: Schwache Nachfrage prägt weiterhin das Bild / Polyolefine und PVC retten sich in wacklige Rollover / SM treibt PS hoch / PET sackt weiter / Abschläge im September wahrscheinlich

Wie erwartet gelang den Produzenten im August die Weitergabe der leichten Steigerung der Ethylen-Referenz in die Preise der allermeisten PE-Qualitäten nicht. Einzige Ausnahme bildeten die Rohrtypen, wo eine FM das Angebot beschnitt. Hier ging die Referenz-Vorgabe vollständig durch. Alle sonstigen Qualitäten endeten in einem tendenziell eher schwachen Rollover.

Schon der Start verlief für die PP-Anbieter mit einer sehr schwachen Nachfrage enttäuschend. Trotz einer leichten Belebung in der zweiten Monatshälfte waren die Verkäufer froh, wenn sie mit der Rollover-Vorgabe der Propylen-Referenz davonkamen.

Derweil glaubten die PVC-Produzenten selbst nicht daran, ihre Forderungen nach der anteiligen Kostenweitergabe durchsetzen zu können. So ließen sie sich in der Regel recht schnell von einem Rollover überzeugen.

Die Preise der Styrolkunststoffe setzen unterdessen ihre Berg- und Talfahrt fort. Nach zwei Monaten mit Abschlägen tendierten die Notierungen nun wieder nach oben. Damit folgten sie der Tendenz des Styrol-Kontrakts, obgleich die Kunststofferzeuger den SM-Kostenanstieg oftmals nicht in voller Höhe an den Markt weitergeben konnten.

Der Druck auf die europäischen PET-Preise hielt im August an. Nach heißem Anfang blieb das Wetter zu lange zu durchwachsen, als dass die Nachfrage stärker hätte anspringen können. Die Abschlüsse variierten sehr stark. Je größer die Mengenabnahme, desto mehr waren die Anbieter zu Zugeständnissen bereit. Bei den Kleinmengen war dagegen durchaus öfter noch der Rollover anzutreffen.

Die sehr früh lautstark ausgerufenen Ankündigungen einiger PE-Anbieter von Erhöhungen bis zu 50 EUR/t für den September wirken angesichts des Nachlassens der Ethylen-Referenznotierung um 40 EUR/t als illusorisch. Allenfalls könnte es sein, dass nicht die volle Kostensenkung weitergegeben werden muss. Abschläge jedoch sind kaum zu vermeiden.

Die Propylen-Referenz hat um 50 EUR/t nachgegeben. Derzeit sieht es kaum so aus, als ob die Nachfrage genügend Kraft aufbringen könnte, um die vollständige Weitergabe der Kostensenkung zu verhindern. Allerdings muss man sehen, inwieweit ein Ausfall in Burghausen das Angebot entlastet.

Mit Spannung blicken die PVC-Spieler auf die Auftragslage im September. Bislang zeichnete sich noch keine Belebung ab. Wegen der weicheren Kostenseite dürften aber ohnehin Abschläge realisierbar sein.

Die Preise der Styrolkunststoffe werden wohl weiter steigen, da die SM-Referenz erneut anzog (+59 EUR/t). Die Erzeuger dürften auf die volle Kostenweitergabe pochen. Allerdings wirkt das konjunkturelle Umfeld weiterhin bremsend. Zudem könnten die Mengenabrufe wie so oft von den weiteren Preiserwartungen geprägt werden.

Die PX-Referenz für den August wurde erst sehr spät mit -40 EUR/t ausgerufen. Die PET-Nachfrage sollte sich etwas beleben. Ob das allerdings für eine Stabilisierung ausreicht, steht angesichts der immer wieder aufkochenden weltweiten Handelsverwerfungen in den Sternen.

Technische Thermoplaste August 2019: Überraschend dominiert der Rollover / Totenruhe in den Märkten / Transaktionen bleiben rar / Belebungen im September erwartet / Starker Druck auf Preise bleibt bestehen

Etwas überraschend wurden die Preise für technische Thermoplaste in Europa im August 2019 weit überwiegend auf dem Vormonatsniveau fortgeschrieben. Dies lag aber weniger an einer ausgeglichenen Marktlage, als vielmehr an einer Art Totenruhe auf den Märkten. Insbesondere im wichtigen Automobilsektor lief so gut wie gar nichts. Die Produzenten hätten selbst mit Preisnachlässen niemanden aus der Ruhestellung gelockt. In Ermangelung von Transaktionen also blieben die Preise auf den Ebenen der Quartalsvereinbarungen eingefroren. Die wenigen Teilbereiche, in denen überhaupt etwas lief – vor allem PBT, POM und zum Teil PMMA – schlossen sich der Bequemlichkeit halber dem allgemeinen Rollover-Trend an.

Mit der Ruhe könnte es im September vorbei sein. Denn natürlich wird es bei aller depressiven Stimmung gewisse Auffüllungseffekte nach den langen Ferien geben. Allerdings haben sich etliche Beteiligte von dem Gedanken einer grundlegenden Besserung noch in diesem Jahr verabschiedet. Allgemein wird eine Fortsetzung der gedrückten Konjunkturlage erwartet.

Die vollen Lager lasten so stark auf den Anbieterschultern. Bei anhaltend flauer Nachfrage wird sicher der eine oder andere auf die Idee kommen, den Abfluss mit Preissenkungen zu stimulieren. Zugleich kommen die Produzenten zunehmend in die Zwickmühle, da die Kosten der aromatischen Grundstoffe seit Monaten anhaltend steigen. Insofern werden sich viele auch gegen allzu große Nachlässe wehren müssen. Dass aber grundsätzlich der starke Preisdruck anhält, steht wohl außer Frage. Zudem beginnen die Verhandlungen für das vierte Quartal, in denen die Abnehmer ganz sicher ebenfalls keine Ruhe geben werden.